Welchen Kindern hilft Ergotherapie?

 

  • Kindern mit Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen, AD(H)S/ Hyperaktivität, Verhaltensauffälligkeiten 

 

Welche beispielweise auf Berührung ungewohnt heftig, teils aggressiv wirkend, reagieren, ungern Basteln und Malen, oft abgelenkt sind, nicht ruhig sitzen können, Mühe haben verbale Anweisungen umzusetzen, ihre Kraft nicht dosieren, ihre Aufgaben nicht strukturieren können oder nach dem Turnen ihre Kleider verkehrt herum anziehen.

 

Welche schlechte Konzentration und Ausdauer haben,am liebsten alle Spiele auf einmal herräumen, um dann keines davon zu Ende zu spielen, sich nicht selbständig beschäftigen können und wenig Spielideen haben oder lieber den anderen Kindern zuschauen und dabei oft „Tag träumen“

 

  • Kindern mit Entwicklungsverzögerungen/ - störungen in den Bereichen Bewegung (Grob-, Fein- und Schreibmotorik), Wahrnehmungsverarbeitung (Perzeption), Spielen und Lernen (Kognition), Handlungsplanung und –ausführung (Praxie), Sozialverhalten und Emotion                                        

 

Welche oft schon früh auffallen, weil sie Probleme, beim Erreichen der motorischen Meilensteine haben wie z.B: Meiden von Bauchlage, spätes Halten des Kopfes, Fehlendes Krabbeln, sehr frühes oder spätes Gehen

 

Welche im Vergleich zu Gleichaltrigen auffallen, weil sie beispielweise noch nicht hüpfen oder Radfahren können, unsicher sind beim Klettern, Malen und Schreiben nicht mögen oder meiden, sich nicht alleine anziehen können und oft unselbständig wirken

 

Welche motorisch oft ungeschickt und tollpatschig wirken, Unbeabsichtigt Spielsachen oder andere Dinge zerstören, das Essen jedesmal zum Geduldsakt wird, weil immer ein Glas umfällt oder die "Essmanieren" einfach nicht besser werden...trotz allem Schimpfens

 

Welche manchmal Verhaltensauffälligkeiten wie aggressives Verhalten, Schlagen, impulsives Verhalten zeigen und eine sehr niedrige Frustrationstoleranz haben, wenn etwas nicht so gelingt, wie sie es sich vorstellen und häufig schwer zu beruhigen sind- v.a. über verbale Anweisungen


Welche im Kindergartenalter kein Interesse für Malen, Schneiden u.ä. feinmotorische Aktivitäten zeigen, Probleme mit der Stifthaltung haben oder beim Malen und Schneiden ständig die Hand wechseln oder Schwierigkeiten beim Lernen von Farben, beim Zählen, beim Erlernen erster schulischer Fertigkeiten zeigen

 

 

  • Kindern mit geistigen und körperlichen Behinderungen wie z.B. Chromosomenanomalien oder zerebralen Bewegungsstörungen

 

Welche aufgrund ihrer körperlichen und geistigen Voraussetzungen Schwierigkeiten haben, ihren Alltag zu bewältigen und evtl. auch Hilfsmittel benötigen.

 

  • Kindern mit allen Formen von Autismus bzw. Verdacht auf Autismus

 

Welche z.B. Probleme zeigen in der Kommunikation und Kontaktaufnahme mit anderen Menschen, welche wenig Interesse an ihrer Umwelt zeigen und vielleicht durch eigenartige Vorlieben auffallen und Mühe mit Veränderungen in ihrem gewohnten Tagesablauf zeigen.

 

Welche sich oft schwer tun mit Höflichkeitsgesten, wie in die Augen schauen, Hand geben und grüßen, auch wenn sie schon das Schulalter erreicht haben.

 

Welche eine eigene Sprache oder ganz wenig Sprache haben und auch wenn sie ganz normal sprechen, man oft das Gefühl hat, dass man kein Gespräch führt, sondern aneinander vorbeiredet.

 

Welche oft ein enormes Faktenwissen haben und z.B. jedes Land der Welt samt Hauptstadt kennen, aber Probleme damit haben, sich selbständig einen Saft zu holen, eine Hose anzuziehen oder es nicht aushalten, wenn sie am Mittagstisch an einem anderen Platz sitzen müssen.

 

  • Kindern mit Schul-und Lernstörungen aufgrund von oben angeführten Entwicklungsstörungen

 

Welche beispielsweise Probleme im Erlernen des Schreibens zeigen, weil sie gerne Buchstaben verdrehen oder viel zu fest andrücken oder beim Rechnen Probleme damit haben das Zählen zu lernen, Mengen zu erfassen, räumliche Figuren zu zeichnen oder beim Lesen die Buchstaben aneinanderzureihen, um Worte und den Sinn dahinter zu verstehen.